Trotz Klage: Baubeginn im Windpark Buchonia

Die zu bebauenden Flächen sind von Absperrband umgeben und die Bagger rollen: Auf der Breiten First nördlich von Sterbfritz haben die Arbeiten für den Windpark Buchonia begonnen. „Unerwartet“, bekennen die Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) gegen Windkraft in Sinntal und die Gemeinde. „Alles nach Plan“, so die Projektgesellschaft.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier
Herr Willi Merx, Sprecher der IG-Sinntal gab hierzu bereits am 17.3.2015 folgende Erläuterungen:
Mitglieder der Interessengemeinschaft gegen Windkraftanlagen in Sinntal-So nicht haben am Wochenende mit Bestürzung die großflächigen Planierarbeiten im geplanten Baugebiet der Gemeinden Sinntal und Schlüchtern auf der Breiten First zwischen Ramholz, Hinkelhof, Gundhelm, Oberzell und Sterbfritz entdeckt und durch Begehung eingesehen.
Hier wird eine Fläche von ca 20 Hektar für 9 Winkraftanlagen sowie für mehr als 20 m breite Schneisen für Zufahrtwege vom ursprünglichen Waldgebiet in Anspruch genommen.
Das auf diesem Höhenzug über Jahrhunderte gewachsene zusammenhängende Waldgebiet als Kulturlandschaft , vorwiegend im Buchenhochwald, droht unwiederbringlich zerstört und in einen Industriepark verwandelt zu werden.
Nach wohl abgeschlossenen Rodungsarbeiten sind großflächig Planierraupen und schweres Baugerät im Einsatz.
Dies geschieht völlig unerwartet im laufenden Verfahren, das zwischen der Gemeinde Sinntal und der Genehmigungsbehörde beim RP-Darmstadt ansteht .
Hier ist der öffentliche Verhandlungstermin am 29.4.2015 vor dem Verwaltungsgericht in Frankfurt festgelegt.
Die IG beklagt dieses fortgesetzte offensichtlich rücksichtslose Vorgehen, das von Anbeginn der Planungen ohne Information und Beteiligung der Bürger bis zur heutigen Entwicklung voranschreitet. Dafür sind der Waldbesitzer Herr Raupach und die Synenergie Fulda sowie das RP für Hessen verantwortlich, erklärt die IG im Namen der Bürger dieser Region. Dazu wurden in den vergangenen Monaten ca 1500 Unterschriften gegen dieses Vorgehen, sowie hunderte von Eingaben und Einwänden an die Gemeinde eingebracht und an das Regierungspräsidium weitergeleitet.
Diese Energiewende ohne Maß und Verstand der Verantwortlichen, durch Mißbrauch von Subventionsgeldern auf Kosten der Stromkunden zum ungleichen Vorteil Einzelner, wird hiermit verurteilt.
Eine gesetzlich legitimierte, bevorrechtigte Umsetzung ohne Gesamtenergiekonzept, ohne ausreichende Steuerungs- und Nutzungsmöglichkeit der erzeugten Energie, ohne Speichermöglichkeit und ohne die erforderliche Grundlastsicherung von Strombedarf.
Die IG fordert einen sofortigen Baustopp.
Die Bürger sollten sich zu diesem Zeitpunkt vor Ort ein Bild von dem großflächigen Baugebiet machen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.